Einmal im Jahr wird die Nacht in Berlin zum Museum. Bei der Langen Nacht der Museen öffnen die Häuser der Stadt gemeinsam ihre Türen, bis weit nach Mitternacht. In diesem Jahr steht das Ganze unter einem düsteren, aber faszinierenden Motto: der Welt des Verbrechens.
Eine Nacht, 75 Museen
Am 29. August lädt die Veranstaltung von 18 Uhr abends bis 2 Uhr in der Nacht ein. Nach Angaben des Veranstalters Kulturprojekte Berlin beteiligen sich 75 Museen und Ausstellungshäuser mit insgesamt rund 750 Veranstaltungen. Ein einziges Ticket gilt für alle Häuser und schließt die Shuttlebusse ein, die die Besucher zwischen den Standorten hin- und herbringen.
Wer die Nacht plant, hat also die Qual der Wahl. Neben regulären Ausstellungen locken Führungen, Gespräche mit Fachleuten, Workshops und Performances.
Verbrechen als roter Faden
Das Motto zieht sich als roter Faden durch das Programm. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Kunstfälschung, Cyberkriminalität und der Schwarzmarkt. Wie täuschend echt kann eine Fälschung sein? Wie arbeiten digitale Betrüger? Und wie funktionieren illegale Märkte? Die Museen nähern sich diesen Fragen mal wissenschaftlich, mal spielerisch, immer aber mit dem Anspruch, hinter die Kulissen zu blicken.
Gerade Berlin mit seiner bewegten Geschichte bietet dafür reichlich Stoff, von historischen Kriminalfällen bis zu den digitalen Bedrohungen der Gegenwart.
Praktisches für Nachtschwärmer
Die Tickets für die Lange Nacht sind ab dem 3. August erhältlich, online und vor Ort. Im Vorverkauf sind sie günstiger als kurz vor der Veranstaltung. Familien kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Für Kinder gibt es freien oder vergünstigten Eintritt, und viele Programmpunkte richten sich ausdrücklich an ein jüngeres Publikum.
Die genauen Programmdetails, also welches Haus was zeigt, werden nach Angaben der Veranstalter im Laufe des Sommers veröffentlicht, wie unter anderem Berlin.de informiert.
Kultur bis in die Nacht
Die Lange Nacht der Museen ist längst eine Institution im Berliner Kulturkalender. Sie macht das Museum für eine Nacht zum Erlebnisort, an dem sich Tausende zwischen Exponaten, Musik und Gesprächen treiben lassen. Das Thema Verbrechen dürfte in diesem Jahr besonders viele neugierig machen, denn nichts fesselt so sehr wie eine gute, wahre Geschichte aus der dunklen Seite der Gesellschaft.



