Eine schwarze Rauchsäule über dem Norden Brandenburgs: In Oranienburg (Landkreis Oberhavel) hat am Sonntag ein Großbrand eine Lagerhalle zerstört. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, der Sachschaden geht in die Millionen.

Halle stürzt während des Einsatzes ein

Das Feuer brach am Sonntagmittag in einem Gewerbegebiet aus. Betroffen war eine rund 3000 Quadratmeter große Halle, in der Papphülsen lagerten, also Rohre und Rollen aus Pappe, wie sie in der Verpackungsindustrie verwendet werden. Auf dem Dach befand sich zudem eine Photovoltaikanlage.

Die Flammen breiteten sich rasch aus. Während der Löscharbeiten stürzte die Halle nach Polizeiangaben teilweise ein. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Angaben zu Verletzten gab es zunächst nicht.

Warnung bis an die Berliner Stadtgrenze

Wegen der starken Rauchentwicklung warnten die Behörden die Bevölkerung großräumig. Über die Warn-App KatWarn wurden Anwohner im Süden Oranienburgs und in den umliegenden Regionen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Warnung reichte bis an die Berliner Stadtgrenze, wie t-online berichtet.

Ursache noch unklar

Warum das Feuer ausbrach, ist bislang nicht geklärt. Die Ermittlungen dazu laufen. Solche Lagerhallen mit leicht brennbarem Material wie Pappe entwickeln im Brandfall in kürzester Zeit enorme Hitze, was die Löscharbeiten erschwert und ein rasches Übergreifen begünstigt. Erst wenn die Brandstelle abgekühlt und das Gebäude gesichert ist, können Gutachter mit der Suche nach der Ursache beginnen.