Wer dieses Spiel gesehen hat, wird es so schnell nicht vergessen. Österreich und Algerien lieferten sich in Kansas City ein Drama mit Happy End für beide.
Tor-Wechselbad bis in die Nachspielzeit
Das Spiel war von Beginn an offen und wild. Nach Angaben des Tagesspiegels brachte Marko Arnautović Österreich in der 28. Minute in Führung, ehe Algerien noch vor der Pause ausglich. In der zweiten Hälfte ging es Schlag auf Schlag: Marcel Sabitzer traf zum 2:1 für Österreich, Kapitän Riyad Mahrez konterte zum 2:2. Als Mahrez in der Nachspielzeit (90.+3) sogar das 3:2 für Algerien erzielte, schien Österreich ausgeschieden – doch der eingewechselte Sasa Kalajdzić köpfte in der 90.+5 zum 3:3 ein, berichtet die Sportschau.
Warum beide weiterkommen
Das Remis nützte am Ende beiden Teams. In der Gruppe J stand Argentinien als Sieger längst fest; Österreich schloss als Gruppenzweiter ab, Algerien als Dritter. Bei der erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragenen WM 2026 ziehen nicht nur die zwei Bestplatzierten jeder Gruppe in die K.-o.-Runde ein, sondern auch die acht besten Gruppendritten – und dazu zählt Algerien. Der Iran, ebenfalls Dritter in einer anderen Konstellation, hatte das Nachsehen: Hätte eines der beiden Teams in Kansas City gewonnen, wäre die Rechnung anders ausgegangen.
Rangnick fehlen die Worte
Österreichs Teamchef Ralf Rangnick war nach dem Abpfiff sichtlich überwältigt. „Ich habe im Moment keine Worte“, sagte er laut Tagesspiegel, „so etwas habe ich so noch nie erlebt.“ Für Österreich ist es der erste Einzug in die K.-o.-Runde einer WM seit Jahrzehnten – ein Erfolg, der angesichts des dramatischen Verlaufs umso größer wirkt.
Der Ausblick
Im Sechzehntelfinale warten anspruchsvolle Gegner: Österreich trifft auf Spanien, Algerien auf die Schweiz. Nach dieser Nacht, in der beide Mannschaften auch unter höchstem Druck Moral bewiesen, dürfte sich niemand vorschnell festlegen. Parallel feierte Argentinien einen 3:1-Sieg gegen Jordanien, bei dem Lionel Messi per Freistoß erneut traf.



