Bei einem schweren Auffahrunfall an einem Stauende auf der Autobahn 6 (A6) im Landkreis Heilbronn sind am Dienstagnachmittag sieben Menschen verletzt worden. Drei von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Das geht aus einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor; über den Unfall berichtete auch Zeit Online unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa.
Kettenreaktion an einem stehenden Verkehr
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 17 Uhr auf der A6 in Fahrtrichtung Nürnberg, kurz vor der Anschlussstelle Untereisesheim. Ein 49-jähriger Fahrer eines VW fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf einen Daimler auf, der gerade auf das Ende eines Staus zurollte. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Daimler und blieb auf dem Dach liegen. Die drei Insassen dieses Wagens wurden schwer verletzt.
Anschließend wurden bei Folgekollisionen weitere Fahrzeuge beschädigt: Insgesamt waren nach Polizeiangaben fünf Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt. Neben dem Daimler und dem VW des Unfallverursachers wurden mehrere Mercedes-Fahrzeuge, darunter ein Mercedes Vito und eine Mercedes C-Klasse, in das Geschehen verwickelt.
Vier Leichtverletzte
Vier weitere Personen kamen mit leichten Verletzungen davon – darunter der 49-jährige Unfallverursacher selbst. Damit zählten die Rettungskräfte am Unfallort insgesamt sieben Verletzte: drei schwer und vier leicht. Im Einsatz waren Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei.
Hoher Sachschaden und Sperrung
Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 150.000 Euro. Für die Unfallaufnahme, die Versorgung der Verletzten und die Bergung der teils nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge musste die Fahrbahn vorübergehend gesperrt werden. Wie lange die Behinderungen andauerten und welche Ausweichempfehlungen galten, teilte die Polizei zunächst nicht im Detail mit.
Stauenden als Gefahrenstelle
Auffahrunfälle an Stauenden zählen zu den folgenschwersten Ereignissen auf deutschen Autobahnen. Kommt der Verkehr unerwartet zum Stehen, bleibt nachfolgenden Fahrzeugen bei zu hoher Geschwindigkeit oder Unaufmerksamkeit kaum Zeit zum Bremsen. Die genauen Umstände des Unfalls und die Frage, warum der 49-Jährige das Stauende nicht rechtzeitig erkannte, sind nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.



