Apple hat die Preise für mehrere Produktlinien angehoben. Betroffen sind nach übereinstimmenden Berichten von Bloomberg und Handelsblatt vor allem MacBooks und iPads; das iPhone bleibt zunächst außen vor. Als Grund nennt der Konzern die stark gestiegenen Kosten für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher.

Wie viel teurer es wird

Bei den MacBooks liegen die Aufschläge je nach Modell im Bereich von rund 18 Prozent: Das MacBook Air mit 512 GB steigt in den USA von 1.099 auf 1.299 Dollar, das MacBook Pro mit 1 TB von 1.699 auf 1.999 Dollar. Besonders deutlich fällt der Aufschlag beim iPad Air aus, das von 599 auf 749 Dollar klettert – ein Plus von rund einem Viertel.

Auch in Deutschland zeichnen sich höhere Preise ab: Laut Handelsblatt verteuert sich das iPad-Einstiegsmodell um 120 Euro auf 499 Euro, das MacBook Pro um 400 Euro auf 2.199 Euro.

Die Ursache: Speicher wird zur Mangelware

Hintergrund ist ein außergewöhnlicher Engpass auf dem Weltmarkt für Speicherchips. Die Preise für Arbeitsspeicher (DRAM) sind zuletzt sprunghaft gestiegen – getrieben von der enormen Nachfrage der großen Technologiekonzerne, die ihre KI-Rechenzentren mit Hochdruck ausbauen. Für KI-Server werden riesige Mengen an Speicher benötigt; diese Kapazitäten fehlen dann für Geräte wie Laptops, Tablets und Smartphones.

Apple-Chef Tim Cook hatte die Lage zuletzt als außergewöhnlich beschrieben und Preiserhöhungen als unvermeidbar bezeichnet. Der Konzern habe bestehende Lagerbestände genutzt, um die Mehrkosten möglichst lange von den Kundinnen und Kunden fernzuhalten – dieser Puffer sei nun aufgebraucht.

Möglicherweise nicht das Ende

Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die Speicherkosten auch in den kommenden Monaten hoch bleiben. Weitere Preisanpassungen sind daher nicht ausgeschlossen. Für Apple kommt die Entwicklung zur Unzeit: Der Konzern muss zugleich kräftig in eigene KI-Technik investieren und kämpft in wichtigen Märkten mit verhaltener Nachfrage. Für Verbraucherinnen und Verbraucher heißt das vorerst: Neue Geräte von Apple werden spürbar teurer.