Mit 39 Jahren schreibt Novak Djokovic in Wimbledon weiter Geschichte. Auf dem berühmtesten Rasen des Tennissports feierte der Serbe einen Erfolg, der ihn mit einer Legende auf eine Stufe stellt – mit Roger Federer.
Ein Kraftakt in vier Sätzen
In der dritten Runde setzte sich Djokovic gegen den an Nummer 25 gesetzten Franzosen Arthur Rinderknech durch – mit 7:5, 6:4, 1:6, 7:6 (7:4). Nach der klar gewonnenen Anfangsphase leistete sich der Favorit im dritten Satz einen Durchhänger, behielt im vierten aber im Tiebreak die Nerven. Nach gut drei Stunden auf dem Centre Court stand der Sieg – und mit ihm eine besondere Zahl.
105 Siege – so viele wie Federer
Es war Djokovics 105. Einzelsieg bei den Championships von Wimbledon. Damit zog er mit Roger Federer gleich, der bei den Herren mit ebenfalls 105 Einzelsiegen die Rekordmarke hält. Wichtig zur Einordnung: Es geht nicht um Titel, sondern um die schiere Zahl gewonnener Matches über die gesamte Karriere. Federer gewann in Wimbledon acht Titel, Djokovic sieben – die 105 Siege stehen vor allem für außergewöhnliche Beständigkeit über viele Jahre. Über beide Geschlechter hinweg liegt allein Martina Navratilova mit 120 Einzelsiegen noch vorn.
Der Rekord ist zum Greifen nah
Djokovic kann die Bestmarke schon bald für sich allein beanspruchen: In der vierten Runde – dem Achtelfinale – trifft er auf den Russen Roman Safiullin. Ein weiterer Sieg würde den 106. bedeuten und Djokovic zum alleinigen Rekordhalter machen. Dass der Routinier mit fast 40 Jahren noch immer um solche Marken und zugleich um seinen 25. Grand-Slam-Titel spielt, unterstreicht seine bemerkenswerte Langlebigkeit an der Spitze. In Wimbledon jedenfalls, dem Ort seiner größten Erfolge, ist mit ihm weiter zu rechnen.



