Der US-Iran-Krieg erfasst zunehmend die gesamte Golfregion. Nun meldet auch Kuwait Angriffe.
Kuwait wehrt nach eigenen Angaben Angriffe ab
In der Nacht teilte das kuwaitische Militär nach Angaben des Handelsblatts mit, sich gegen „feindliche Raketen- und Drohnenangriffe" zu verteidigen. Konkrete Angaben zu Zielen, zur Zahl der Geschosse oder dazu, ob sie abgefangen wurden oder einschlugen, machte die Armee zunächst nicht. Explosionen wurden Berichten zufolge sowohl in Kuwait als auch im benachbarten Bahrain gemeldet.
Bahrains Innenministerium aktivierte laut Tagesspiegel Alarmsirenen und rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren und sich in Sicherheit zu bringen. Zu Todesopfern oder Schäden lagen zunächst keine bestätigten Angaben vor.
Teil einer Eskalationsspirale
Die Vorfälle fallen in eine Phase rascher Eskalation: Erst in den Nächten zuvor hatten die USA zum zweiten Mal seit Mitte Juni Ziele im Iran angegriffen – als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus. Seither hält eine Kette gegenseitiger Schläge die Region in Atem.
Eine offizielle Übernahme der Verantwortung für die Angriffe auf Kuwait und Bahrain durch den Iran lag zunächst nicht vor. Sowohl Kuwait als auch Bahrain pflegen enge Beziehungen zu den USA und beherbergen amerikanische Militärstützpunkte.
Unklare Lage
Die Informationslage blieb in den ersten Stunden unübersichtlich. Wer genau hinter den Angriffen steckt, ob Abwehrsysteme erfolgreich griffen und ob es Verletzte gab, war zunächst nicht zu klären. Wie bei Kriegsmeldungen üblich, beruhen die Angaben auf ersten Mitteilungen der betroffenen Militärs und sind mit Vorsicht zu bewerten. Klar ist nur: Der Konflikt bleibt hochgefährlich – und er zieht immer weitere Kreise.



