Ein Film über den King of Pop schreibt Kinogeschichte: Das Biopic „Michael" hat sich an die Spitze der erfolgreichsten Filmporträts gesetzt – und einen Rekord gebrochen, der bislang einem ganz anderen Genre gehörte.
Der Rekord
Mit weltweiten Einnahmen von rund 977 Millionen Dollar hat „Michael" Christopher Nolans Atombomben-Drama „Oppenheimer" überholt, das es auf etwa 975 Millionen Dollar gebracht hatte. Damit ist das Michael-Jackson-Porträt das erfolgreichste Biopic – also der erfolgreichste biografische Film – aller Zeiten, jedenfalls bei den nicht inflationsbereinigten Einspielergebnissen. Schon zuvor hatte der Film den bisherigen Rekordhalter unter den Musiker-Biopics, „Bohemian Rhapsody" über die Band Queen (rund 911 Millionen Dollar), hinter sich gelassen.
Ein Erfolg auf allen Kontinenten
Aufgeschlüsselt zeigt sich, wie international der Erfolg ist: Rund 607 Millionen Dollar spielte „Michael" im Ausland ein, etwa 370 Millionen Dollar in den USA. Seit dem Start im April klettert der Film beständig weiter – Branchenbeobachter halten es für möglich, dass er als erstes Biopic überhaupt die Milliarden-Dollar-Marke knackt. Das wäre eine Zäsur für ein Genre, das lange als verlässlich, aber selten als ganz große Kassenmaschine galt.
Die Produktion
Regie führte Antoine Fuqua, in der Titelrolle ist Jaafar Jackson zu sehen – ein Neffe des 2009 gestorbenen Sängers. Der Film zeichnet Stationen aus Michael Jacksons Leben und Karriere nach. Vertrieben wird er in den USA von Lionsgate, international von Universal. Für Lionsgate ist „Michael" damit einer der größten Erfolge der Studiogeschichte.
Warum das Publikum kommt
Der Triumph an den Kassen sagt auch etwas über das Kinopublikum aus. Während „Oppenheimer" als anspruchsvolles, fast dreistündiges Geschichtsdrama ein Prestigeerfolg war, lebt „Michael" von der ungebrochenen Faszination für eine Pop-Ikone und von Musik, die fast jeder kennt. Beide Filme zeigen auf ihre Weise: Wenn ein Stoff groß genug ist und das Publikum ihn auf der großen Leinwand erleben will, kann auch das traditionelle Kino noch Rekorde brechen.



