Es ist ein Abschied mit einem bitteren Beigeschmack: Kevin Volland, einst deutscher Nationalspieler, beendet mit 33 Jahren seine Profikarriere. „Ich habe mir das auch anders vorgestellt", sagte der Stürmer laut Tagesspiegel mit Blick auf das enttäuschende Ende beim TSV 1860 München.

Von der Provinz in die Bundesliga

Vollands Weg begann früh und weit weg vom großen Rampenlicht: In der Jugend spielte er unter anderem für den kleinen FC Thalhofen im Allgäu, ehe er in die Nachwuchsabteilung des TSV 1860 München wechselte. Bei den „Löwen" gab er ab 2010 sein Profidebüt, bevor ihn 2012 die TSG 1899 Hoffenheim in die Bundesliga holte. Dort reifte der schnelle, wendige Angreifer zu einem gefragten Stürmer.

Vier starke Jahre in Leverkusen

Der große Karriereschritt folgte 2016 mit dem Wechsel zu Bayer Leverkusen. In vier Spielzeiten an der Werkself gehörte Volland zu den verlässlichen Offensivkräften der Bundesliga und kam dort auf weit über hundert Ligaspiele mit rund vier Dutzend Toren. In dieser Zeit lief er auch für die deutsche Nationalmannschaft auf – insgesamt kam er nach Wikipedia-Angaben auf 15 Länderspiele und ein Tor.

Monaco, Berlin – und die Rückkehr nach Hause

2020 wagte Volland den Sprung ins Ausland und schloss sich der AS Monaco in der französischen Ligue 1 an. Nach drei Jahren an der Côte d'Azur kehrte er 2023 in die Bundesliga zurück, diesmal zum 1. FC Union Berlin. Verletzungen und wachsende Konkurrenz bremsten ihn dort jedoch aus.

2025 schloss sich der Kreis: Volland kehrte zu seinem Jugendverein 1860 München zurück, der inzwischen in der dritten Liga spielte. Doch die erhoffte Erfolgsgeschichte blieb aus – das sportliche und wirtschaftliche Umfeld beim Traditionsklub war von Turbulenzen geprägt. Statt eines glanzvollen Abschieds stand am Ende die Ernüchterung.

Zurück zu den Wurzeln

Anstatt seine Laufbahn im Profibereich fortzusetzen, zieht Volland nun einen Schlussstrich – und kehrt dorthin zurück, wo alles begann. Künftig will er im Amateurfußball auflaufen und mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Für viele Anhänger bleibt er der Junge aus dem Allgäu, der über 1860 München den Sprung nach ganz oben schaffte, in Europa spielte und am Ende wieder heimkehrte. Der Abschied verlief anders als erträumt – die Karriere dahinter aber kann sich sehen lassen.