Der älteste und traditionsreichste Tennis-Wettbewerb der Welt steht vor der Tür: Wimbledon geht 2026 in die 139. Auflage. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Terminen, Übertragung, Preisgeld und den deutschen Hoffnungen.
Wann und wo
Die Championships werden vom Montag, 29. Juni, bis Sonntag, 12. Juli 2026 ausgetragen – über die traditionellen 14 Tage. Schauplatz ist wie immer der All England Lawn Tennis and Croquet Club im Londoner Stadtteil Wimbledon. Die Qualifikationsrunden laufen bereits vom 22. bis 25. Juni. Das Damen-Finale steigt traditionell am Samstag, das Herren-Finale am Schlusssonntag.
Wo Wimbledon in Deutschland zu sehen ist
Wichtig für alle Fans: Anders als bei vielen anderen Sport-Events zeigen weder Sky noch ARD oder ZDF das Rasenturnier. Die exklusiven Übertragungsrechte für Deutschland liegen beim Streamingdienst Prime Video von Amazon. Prime-Mitglieder können sämtliche Turniertage ohne Zusatzkosten verfolgen; angeboten werden Live-Bilder von mehreren Courts gleichzeitig. Ein Live-Angebot im frei empfangbaren Fernsehen gibt es nach derzeitigem Stand nicht.
Das Rekord-Preisgeld
Wimbledon schüttet 2026 so viel aus wie nie zuvor. Die Gesamtsumme steigt um 20 Prozent auf 64,2 Millionen Pfund (rund 75 Millionen Euro) – nach 53,5 Millionen im Vorjahr. Es ist die größte jährliche Steigerung in der Turniergeschichte. Die Einzel-Sieger erhalten jeweils 3,6 Millionen Pfund, die Finalisten 1,8 Millionen Pfund. Selbst wer in der ersten Runde ausscheidet, kassiert 80.000 Pfund. Die Zahlen stammen von der Wimbledon-Chronik auf Basis der Angaben des All England Club.
Die deutschen Hoffnungen
Größter deutscher Trumpf ist erneut Alexander Zverev, der zu den oben gesetzten Spielern zählt. Der Rasen blieb für den Hamburger bislang allerdings sein schwierigster Belag. Dahinter komplettieren Spieler wie Daniel Altmaier, Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann das Herren-Aufgebot. Bei den Frauen ruhen die Hoffnungen unter anderem auf Laura Siegemund, Eva Lys und Tatjana Maria, die 2022 in Wimbledon bereits ins Halbfinale stürmte.
Tradition, Rasen und der „all white"-Dresscode
Wimbledon ist das einzige der vier Grand-Slam-Turniere, das noch auf Rasen gespielt wird – einem schnellen, sprunghaften Belag, der ein eigenes Spiel verlangt. Legendär ist auch der strenge Dresscode: Spielerinnen und Spieler müssen nahezu vollständig in Weiß antreten, „off-white" oder Creme sind nicht erlaubt; farbige Akzente sind nur als schmaler Saum gestattet. Diese Tradition reicht bis in die viktorianische Zeit zurück. Zusammen mit Erdbeeren mit Sahne und der Royal Box macht das den besonderen Reiz des Klassikers aus.
Einordnung
Wimbledon 2026 verspricht ein Spektakel mit Rekord-Prämien und großen Namen. Für die deutschen Fans bleibt die Hoffnung, dass Zverev seinen Rasen-Fluch endlich bricht – verfolgen lässt sich das Ganze allerdings nur im Stream bei Prime Video.



