Im US-Iran-Krieg gibt es eine neue Eskalationsmeldung: Bahrains Außenministerium hat dem Iran vorgeworfen, das Land am frühen Morgen mit mehreren Drohnen angegriffen zu haben. Der Angriff sei ein „eklatanter Verstoß gegen die Souveränität Bahrains", zitiert t-online die Mitteilung.
Wenige Details
Einen genauen Angriffsort nannte das Ministerium nicht. Auch zu möglichen Verletzten oder Schäden machte Manama zunächst keine Angaben. Eine Stellungnahme der iranischen Seite lag zunächst nicht vor. Solche Meldungen aus dem Kriegsgebiet lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen – klar ist nur, wer was behauptet.
Vorausgegangene US-Angriffe
Der Drohnenangriff folgt auf neue amerikanische Luftschläge: Die USA hatten zuvor Ziele an der iranischen Südküste bombardiert – als Reaktion auf einen mutmaßlich iranischen Angriff auf ein Frachtschiff. Es waren die ersten US-Angriffe, seit Mitte Juni ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges unterzeichnet worden war. Dieses Abkommen erweist sich damit als brüchig.
Bahrain im Fadenkreuz
Dass ausgerechnet Bahrain getroffen wird, hat einen strategischen Grund: Das kleine Königreich am Persischen Golf beherbergt das Hauptquartier der 5. US-Flotte und ist damit ein naheliegendes Ziel iranischer Vergeltung. Begonnen hatte der Krieg Ende Februar, als die USA und Israel Angriffe auf den Iran flogen; Teheran reagierte seither mit Schlägen gegen US-Stützpunkte und Verbündete in der Golfregion.
Ob der jüngste Vorfall zu einer weiteren Eskalationsstufe führt oder das Rahmenabkommen noch zu retten ist, ist offen. Die Lage am Golf bleibt angespannt – mit Folgen weit über die Region hinaus, etwa für die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus.



