Ein spektakulärer und tödlicher Vorfall in Pekings Geschäftsviertel: Am Freitagnachmittag ist ein Kleinflugzeug in den CITIC Tower gekracht – mit 528 Metern und 109 Stockwerken das höchste Gebäude der chinesischen Hauptstadt und Sitz der staatlichen Citic Group. Der Aufprall ereignete sich gegen 17:40 Uhr Ortszeit.
Ein Leichtflugzeug auf Abwegen
Bei der Maschine handelte es sich nach Angaben der South China Morning Post um eine Sunward SA60L Aurora, ein zweisitziges Leichtflugzeug chinesischer Bauart mit dem Kennzeichen B-12PP, das einem örtlichen Luftfahrtunternehmen gehört. Die Maschine war kurz zuvor, gegen 17:30 Uhr, vom Flughafen Shifosi gestartet und dann erheblich von ihrer Route abgewichen.
Pilot tot, Schäden am Turm
Nach einer Mitteilung der Bezirksbehörde von Chaoyang kam der Pilot bei dem Aufprall ums Leben. Am Gebäude entstanden sichtbare Schäden: zerborstene Fenster in den oberen Stockwerken, herabfallende Trümmer auf den Straßen. Berichten zufolge wurde am Boden mindestens eine Person – eine Frau mit einer Kopfverletzung – verletzt; offizielle Gesamtzahlen lagen zunächst nicht vor. Der Wolkenkratzer wurde evakuiert, Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an.
Ursache unklar, Behörden schweigen
Warum die Maschine den Turm traf, ist offen. Ob ein technischer Defekt, ein Navigationsfehler oder Absicht dahintersteckt, ist nicht geklärt – Peking unterhält im Stadtgebiet strenge Flugbeschränkungen. Auffällig ist das Schweigen der chinesischen Stellen: Staatsmedien berichteten zunächst nicht über den Vorfall, in sozialen Netzwerken wurden Videos und Suchanfragen rasch eingeschränkt. Eine offizielle Stellungnahme der Luftfahrtbehörden stand zunächst aus.



