Es ist eine jener Geschichten, die kaum zu glauben sind – und doch wahr: Eine Katze taucht Jahre nach ihrem Verschwinden in einem anderen Land wieder auf.
Von der Côte d’Azur nach Thüringen
Die Katze namens Nini war vor rund vier Jahren in Nizza verschwunden, der bekannten Stadt an der französischen Mittelmeerküste. Für ihre Familie schien sie verloren. Nun ist das Tier rund 1.000 Kilometer entfernt wieder aufgetaucht: in Dermbach im thüringischen Wartburgkreis, wo Tierschützer auf die Katze aufmerksam wurden.
Ein Chip führt nach Hause
Dass aus dem Fund ein Wiedersehen wird, ist einem kleinen technischen Helfer zu verdanken. Über einen Mikrochip unter der Haut ließ sich Nini eindeutig zuordnen. Die hinterlegten Daten führten zu ihren Besitzern in Frankreich, die bestätigten, dass das Tier seit 2022 vermisst wurde. Wie genau die Katze die weite Strecke zurücklegte, lässt sich nicht sagen – Fachleute vermuten in solchen Fällen meist, dass die Tiere unbemerkt in einem Fahrzeug mitreisen.
Bald geht es zurück
Ein Happy End zeichnet sich ab: Die Familie aus Nizza will ihre Katze Anfang Juli abholen und die lange Fahrt nach Thüringen auf sich nehmen. Für Nini endet damit eine jahrelange Odyssee.
Die Lehre der Geschichte
So rührend der Einzelfall ist – er hat auch einen praktischen Kern. Ohne den Mikrochip wäre Nini namenlos geblieben, eine von vielen Fundkatzen ohne Spur zu ihrem Zuhause. Tierschützer werben deshalb seit Langem dafür, Haustiere kennzeichnen und registrieren zu lassen. Niemand rechnet damit, dass das eigene Tier einmal in einem anderen Land auftaucht. Aber genau für solche Fälle ist der winzige Chip gemacht.


