Die Lage am Golf eskaliert: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht Ziele im Iran angegriffen. Wie CBS News berichtet, reagierten die USA damit auf einen Drohnenangriff auf ein Containerschiff in der Straße von Hormus, den Washington der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) zuschreibt.
Was angegriffen wurde
Nach Darstellung des US-Zentralkommandos (CENTCOM) richteten sich die Schläge gegen militärische Ziele entlang der Meerenge – darunter Raketen- und Drohnenlager sowie Küstenradaranlagen. Die Operation habe rund eine Stunde gedauert. Unabhängig bestätigte Angaben zu Opfern oder Schäden auf iranischer Seite lagen zunächst nicht vor.
Der Auslöser
Zuvor war ein unter singapurischer Flagge fahrender Frachter beim Verlassen der Straße von Hormus von einer Drohne getroffen worden. Das Schiff wurde beschädigt, Verletzte oder Umweltschäden wurden nach offiziellen Angaben nicht gemeldet. US-Präsident Donald Trump sprach von einem Verstoß gegen den Waffenstillstand und kündigte Konsequenzen an.
Irans Reaktion
Die Revolutionsgarden wiesen die US-Darstellung zurück und drohten mit einer „schnellen und entschlossenen" Antwort auf weitere Angriffe. Teheran rief die Golfstaaten auf, ihr Territorium nicht für Angriffe auf den Iran bereitzustellen (Al Jazeera).
Fragiler Waffenstillstand
Der Schlag fällt in einen heiklen Moment: Erst kürzlich hatten die USA und der Iran eine befristete Waffenruhe vereinbart, nachdem die USA und Israel seit Anfang 2026 Ziele im Iran angegriffen hatten. Der Drohnenangriff auf den Frachter gilt aus US-Sicht als erster schwerer Bruch dieser Vereinbarung.
Warum die Meerenge so wichtig ist
Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Energiekorridore der Welt – ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels passiert sie. Angriffe auf die Handelsschifffahrt und der unmittelbare US-Gegenschlag zeigen, wie hoch die Eskalationsgefahr trotz der Waffenruhe bleibt. Die Lage ist unübersichtlich; gesicherte Angaben werden erst nach und nach erwartet.



