Auf den deutschen Autobahnen wird es voll: An diesem Wochenende rollt nach Angaben des ADAC die zweite große Reisewelle des Sommers. Wer kann, sollte sich auf zähen Verkehr und Wartezeiten einstellen.

Diese Länder starten in die Ferien

Auslöser ist der Ferienbeginn in gleich sechs weiteren Bundesländern. In Niedersachsen und Bremen beginnen die Sommerferien bereits am Donnerstag, in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen am Samstag. Hinzu kommt: Aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, wo die Ferien schon Ende Juni begannen, sind längst viele Urlauber unterwegs. Damit befinden sich am Wochenende zahlreiche Bundesländer gleichzeitig in der Ferienzeit – und ein großer Teil davon auf der Straße.

Besonders betroffene Strecken

Am stärksten belastet sind laut ADAC die Routen Richtung Süden und zu den Alpen sowie die Verbindungen zur Nord- und Ostsee. Als besonders staugefährdet gelten die klassischen Fernachsen A1, A2, A3, A5, A7, A8 und A9, dazu die A20 Richtung Ostseeküste, der Berliner Ring (A10) sowie A24, A81, A93, A95 und die A99 rund um München. Zusätzliche Nadelöhre schaffen die rund 1.050 Baustellen im bundesweiten Netz. An den Grenzübergängen im Süden – etwa auf der A3 bei Suben, der A8 bei Walserberg und der A93 bei Kiefersfelden – ist wegen der Kontrollen ebenfalls mit Wartezeiten zu rechnen.

Wann es am vollsten wird

Schon am Freitagnachmittag rechnet der Automobilclub mit spürbar mehr Verkehr, mit Spitzen am späten Nachmittag. Den eigentlichen Höhepunkt erwartet der ADAC aber für den Samstagvormittag: Dann überlagern sich Urlaubsreisen und – bei sommerlichem Wetter – der starke regionale Ausflugsverkehr zu Seen, Küsten und in die Berge. Der Sonntag verläuft wegen des Lkw-Fahrverbots erfahrungsgemäß etwas ruhiger.

Tipps für eine entspanntere Fahrt

Wer flexibel ist, fährt am besten unter der Woche – Dienstag bis Donnerstag – oder früh am Morgen und meidet den Freitagnachmittag sowie den Samstagvormittag. Vor der Abfahrt lohnt ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage und auf mögliche Alternativrouten. Auf langen Strecken empfiehlt der ADAC eine Pause von mindestens einer Viertelstunde alle zwei Stunden oder rund 200 Kilometer. Und bei Hitze gilt: genügend Wasser mitnehmen, das Auto möglichst im Schatten parken und Kinder oder Tiere niemals im aufgeheizten Wagen zurücklassen – der Innenraum kann sich in kurzer Zeit gefährlich stark aufheizen.